Von Katzen und Hunden ODER: Das Leben hat immer Recht

Von Katzen und Hunden ODER: Das Leben hat immer Recht

Ende November buchte eine junge Frau ein Tiergespräch mit ihren zwei Katzen bei mir. Sie rief mich vorher an um sich zu informieren, betonte mehrfach, dass sie Tierkommunikation eigentlich für Humbug hielte, aber nun mal sehr verzweifelt sei wegen ihrer sich dauerhaft streitenden Katzen und fragte mich, ob ich ihr helfen könnte. Ich erklärte ihr, wie ein Tiergespräch abläuft und dass ich gerne bereit bin die Situation mit ihren Katzen zu besprechen. Ich sagte ihr auch, dass Tiere in der Regel genauso gern harmonisch zusammenleben möchten wie wir Menschen und es darum eine gute Idee sei, die Tiere zu fragen, was sie dafür brauchen.

Das Gespräch mit ihr und ihren Katzen war eins der mühsamsten, die ich je geführt habe, was vor allem an der Frau lag. Nachdem Katze 1 weinerlich und zart keinen Ausweg aus ihrem Mobbingdasein sah und Katze 2 klipp und klar erklärt hatte, dass sie der Boss im Hause sei und Katze 1 nicht dulden kann und Katze 1 darum einfach weg müsse, beharrte die Frau darauf, dass sie keine derartige Veränderung wolle und beide Katzen sich halt miteinander vertragen müssten. Im Verlauf des Gesprächs versuchte ich alles was in meiner Macht stand, um die Katzen davon zu überzeugen, dass sie sich zusammenraufen müssten. Ich fragte nach traumatischen Erlebnissen, aufzulösenden Emotionen, pragmatischen Ideen fürs Zusammenleben. Aber die dominante Katze blieb genauso uneinsichtig wie ihr Mensch: Die Katze sagte, die alte Katze müsse gehen, die Frau sagte, die Katzen müssen sich verstehen. Am Ende des zugegebenermaßen sehr unzufriedenstellenden Gesprächs schenkte ich der Frau eine Energiebehandlung für Ihre Katzen – in der Hoffnung, doch noch etwas gutes für alle Beteiligten bewirken zu können. 

Der Dezember verstrich und die Frau bezahlte ihre Rechnung nicht. Auf meine Nachfrage, ob die Rechnung angekommen sei und wie es ihnen gehen würde, bekam ich eine lange Nachricht, in der ich als Scharlatanin betitelt wurde. Die Katzen würden sich mehr streiten denn je und es wäre eine Frechheit, dass ich dafür so viel Geld verlangen würde.
Es traf mich sehr, dass jemand meine bereits erbrachte Dienstleistung nicht bezahlen wollte und zwar nicht, weil ich meine angekündigte Leistung nicht erbracht hatte, sondern weil dem Menschen nicht gefiel, was seine Tiere zu sagen hatten UND das dann auch noch als Beweis dafür genommen wurde, dass Tierkommunikation eh Scharlatanerie sei.
Wir schrieben noch zwei mal hin und her und ich bemühte mich, noch einmal meinen Standpunkt und auch noch mal den Standpunkt ihrer Tiere zu erläutern. 

Es fühlte sich für mich nicht richtig an, zu akzeptieren, dass sie nicht bezahlen wollte aber ich merkte auch, dass es sich für sie nicht richtig anfühlte zu bezahlen. Also fragte ich meine Seele um Rat und sie sagte: „Das Leben hat immer Recht.“ und ich erhielt zusätzlich folgenden Lösungsvorschlag: Ich bot der Frau an, das Geld fürs Tiergespräch nicht zu behalten, sondern an einen Tierschutzverein zu spenden.

Sie nahm den Vorschlag an und überwies den vollen Betrag. Ich spendete im Januar also zur Hälfte an @4hufeimglueck und zur Hälfte an die Partnerorganisation @streunerglueck .
Und als ich auf der Website von Streunerglück nach den Spendeninfos suchte, stolperte ich über ZamSon und schockverliebte mich ☺️ Einen Monat später zog er bei mir ein. Die einzige negative Reaktion auf ein Tiergespräch, die ich in meiner beruflichen Laufbahn bisher erhielt, führte mich zu meinem Hund – wie könnte das Leben da nicht Recht haben?? ♥️

(Kartenset „Die Botschaft der Pferde“ hier erhältlich. Ausbildung zur Tierkommunikatorin hier entlang.)